ΑΛΕΞΑΝΔΡΑ ΙΣΑΚΙΔΗ
 
 
 

...Meinen Großeltern aus Deutschland

EINMAL UM DIE WELT IN 80 AQUARELLEN

Meistens entsteht zwischen dem Betrachtungsobjekt und dem Betrachter eine enge Beziehung. Wenn das Objekt die Natur ist kann sie den Betrachter verzaubern. Die Bilder der Berge und Wüesten, der Wälder und des Meeres erzählen Geschichten und zeigen uns die Zukunft eines Himmelkörpers und dessen Bewohnern.

Die Berge, zum Beispiel, sind nicht nur eine Anomalie der Erdoberfläche, sondern sie stellen sich wie riesige Hindernisse vor die Angst und den Hochmut derer, die sie zu erklimmen versuchen. Das Himalaya Gebirge ist das Dach der Welt und die Personifikation des großen Berges. Die Anden, die von schwierigen und unvorhersehbaren Wetterverhältnissen geplagt werden, stellen die wilde Schönheit Nordamerikas dar. Die Berge der Antarktis die von wahnsinnigen oft monatelangen Stürmen durchzogen werden sind Teil einer anderen Welt. Das Gebirge von Nordkalifornien leuchtet in rot, gelb, orange und überstrahlt riesige Wüstengebiete.

Wüsten: Sahara, Kalahari, Gobi, Synonyme des Niemandslandes, der Reise ohne Hoffnung, des unstillbaren Durstes und des Todes. Trotzdem haben die größten Wüsten der Erde einen einmaligen Reiz. Dort regieren absolute Gegensätze: unerträgliche Hitze am Tag, eisige Kälte in der Nacht· endlose Wege, plötzliche Lebenszeichen· feuriges Rot, leuchtendes Blau, Farben von Asche und Sand. Die windzerfegten Sandberge reihen sich hintereinander und spielen mit dem Schatten indem sie Halluzinationen bei den durstigen Reisenden hervorrufen. Dort leben mysteriöse Wesen, die fähig sind minimale Feuchtigkeit aufzunehmen, sie leben in einer Art Ruhepause, die selten durch Perioden intensiver Tätigkeit unterbrochen wird. Weitenfernt, unberührt, absolut wie das All erregen Wüsten unsere Phantasie.

Die Wälder, die Lungen der Erde sind grün, ein blendendes Grün haben die Wälder der Berge, ein Smaragdgrün die Regenwälder in Südamerika, ein blaustichiges Grün besitzen die Tannenwälder in Nordeuropa und ein leuchtendes Grün die Wälder auf den Inseln des Südtmittelmeeres und Nordafrikas. Wenn man die Wälder von oben betrachtet sehen sie wie ein buntgewebter Teppich aus, von der Erde aus gesehen, sind sie die Personifikation des Lebens. Die Wälder waren immer schon ein gutes Bühnenbild für geheimnisvolle Fabeln und Heldengeschichten. Sie geben uns Holz and Nahrung und beschützen uns vor Hitze und Kälte. Manchmal bekommen die Wälder auch spirituelle Bedeutung. Dante sah den dunklen Wald als Heimat der Sünde und des Bösen, der gegen die Menschen kämpft die das Licht suchen. Tolkin liess die intelligenten, kräftigen Wesen seiner Werke im Wald und die diabolischen, brutalen Kreaturen auf Bergspitzen, in entfernten Steppen oder in dunklen Höhlen leben. Die Wälder bilden eine Symbiose mit dem Wasser. Ein charakteristisches Beispiel: die tropischen Wälder und gewisse Dschungel des Äquators die man Wälder der Wolken nennt, weil sie fast immer von dicken Wolken bedeckt sind. In den Wäldern finden die meisten Lebewesen ein Zuhause: Blumen, Schmetterlinge, Pilze, Frösche in einer faszinierenden, explosiven Farbenpracht, Fische, Reptilien, Amphibien, Vögel, große und kleine Säugetiere. Eine autonome Welt gut versteckt unter den dichten Blättern.

Wenn man sich das Meer von oben ansieht, erblickt man ein unendliches Blau, das dann und wann an das Weiss, Gelb, oder Grün des Festlands grenzt. Dieses Blau hat viele Farbnuancen, je nach, Tiefe, Salzgehalt und geographischer Lage. Wenn man sich das Meer von der Küste aus ansieht, sieht man Wellen die auf die Felsen schlagen, weissen Schaum der die Küste küßt, das Licht der Sonne wenn sie untergeht oder das Mondlicht wenn es die Meeresoberfläche färbt. Vom Meeresgrund aus gesehen ist das Meer eine mysteriöse Welt, voll von fantastischen Bildern. Dort leben mobile Jäger mit eiskaltem Blick, bunte Weichtiere wie mit Spitzen verziert, Fische jeder Art und Farbe und riesige Saügetiere. Es gibt aber auch Riffe übersäht mit Korallen und beeindruckende Schluchten und Abysse aus denen phosphoreszierende Wesen emporkommen. Das Meer ist ein Abenteuer, bekannt aus heroischen Geschichten, ein Schiffsraum voller Schätze einer anderen Welt.

Die Natur im ganzen besteht aus bunten Partikeln wie Farbkleckse auf einer Palette, die sich in ständiger Bewegung befinden. Hier das Weiss der verschneiten Berge, dort das Gelb der Sonnenblumen und ringsrum entfaltet sich das Grün in allen seinen Tönen wie ein Aquarell.

Alberto Bertolazzi